18/04/2006
Das Porgy ist vorbei, schad eigentlich. War wirklich schön, das Porgy ist ein herrlicher Club. Und trotz der späten Stunde haben sich doch einige Leute im Club eingefunden. Danke nochmals!!!
Morgen interviewt uns goTV für 'hosted by'. Mal schaun, welche Videos wir uns für Euch aussuchen werden... und ob uns gescheite Sachen einfallen werden.

10/03/2006
Ich freu mich schon auf den gig im Walker in Linz. Linz ist quasi meine Heimatstadt, zwar bin ich meine ersten 18 Lebensjahre in einem kleinen, liebenswürdigen Ort donauaufwärts aufgewachsen und hab Linz nur als unendlich fremde und ferne Großstadt empfunden. Doch von der Entfernung aus Wien betrachtet wird der kleine Punkt 'Wilhering' großzügig ausgeweitet und inkludiert somit auch Linz. Wäre ich in Spitzbergen würd ich wahrscheinlich auch Vorarlberg als meine Heimat bezeichnen.
Im Verhältnis zu meinem Heimatort Wilhering ist Linz ja auch eine Großstadt. Im Verhältnis zu New York ist Wien ja so groß wie Wilhering im Vergleich zu Linz (in etwa). Man sieht also, es ist alles relativ. Ungeachtet dieser Größenvergleichen und Heimatbegriffbetrachtungen freut sich die ganz Band auf diesen Auftritt in Linz. Wir hoffen, dass sich dieser Gigtermin bei jenen Oberösterreichern herumspricht, die unsere CDs so fleissig gekauft haben. Die Autritte in Oberösterreich waren ob der großen Zuhörbereitschaft bis jetzt immer schöne Erlebnisse für die Band. Auch freu ich mich auf so manches Biere nach dem gig mit alten Freunden und mit Kieran, dem Old Dubliner Iren. so, jetzt muss ich dem Ferdi ein Flascherl geben und ihm was vorsingen, damit er wieder fröhlich ist.
hadu/rough and rugged

20/01/2006
...verdammte Kälte! die Heizung ist glaub ich etwas unterdimensioniert. oder die Glasscheiben zwischen Innen- und Außenwelt sind einfach nur Glas und keine tollen wärmeisolierenden Dinger... Auf der Innenseite am Fensterbrett hat sich soeben Eis gebildet! 'in unserer Wohnung ist der Kühlschrank der einzige, der nicht friert...' um Sven Regener zu zitieren. Trotzdem mag ich den Winter. Eigenartig oder?
hadu/rough and rugged

01/11/2005
Liebes Tagebuch!
Der Hochnebel senkt sich aufs Land, trotzdem gibt es, so hoffe ich, noch genug Gelegenheit die momentane farbenfrohe Herbstorgie bei ausgedehnten Spaziergängen zu genießen.
Oft gibt es Sachen, die es eigentlich nicht geben sollte. Zum Beispiel fixe Zusagen von Veranstaltern, die sich dann plötzlich in Luft auflösen (die Zusagen , nicht die Veranstalter :=) ). Ich wollte, ich könnte auf meinen (hoffentlich ebenjenen ausgedehnten Spaziergängen) dieses Flex - Faktum einfach gelassen hinnehmen, ohne mir ständig den Kopf über eventuell im Hintergrund abgelaufene Vorgänge zu zerbrechen. Vielleicht lernt man Gelassenheit, das wäre schön! Immer schön auf die Herbstfarben schauen, ans neue Album denken, an die sicherlich großartigen Gigs im Rockhouse Salzburg, im Planet Music und im Rabenbräu im Burgenland. Dann ist meine Musik Innenwelt gleich auch wieder bunter.
Apropo neues Album: es wird 'playground in the sky' heissen und kommt gerade rechtzeitig zur kalten Jahreszeit heraus. Ein bisschen inneres Kaminfeuer anfachen, das kann nicht schaden! Das neue Album ist übrigens einem ganz neuen Erdenbürger gewidmet: dedicated to Ferdinand. Wenn der das wüßte...
hadu/rough and rugged

20/09/2005
Liebes Tagebuch!
Das Karmeliterfest war sehr skurril! Regen, Kälte und Wind waren die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für ein Open Air Spätsommernachtsfest. Aber was soll man sagen, Flo, Jürgen und ich hatten wirklich einen Riesenspaß auf der Bühne (die übrigens regensicher überdacht war!).
Zunächst gabs keinen Strom, was für die Aufführung der ersten Band etwas hinderlich war, diese fiel sozusagen ins Wasser. So haben wir dann pünktlich begonnen, den leeren Platz zu beschallen. Und stell Dir vor, es haben sich sogar etliche Leute unterschiedlichen Alters vor der Bühne versammelt. Ein paar ganz Hartgesottene haben sich sogar ganz gemütlich auf den Boden niedergelassen. Die Stimmung war eigentlich großartig. Dieses Fest hätte sich ein besseres Wetter verdient. Jürgen und ich haben dann noch später des nächtens unsere ersten Erfahrungen als Weinglaspolierer in einer Tapas Bar gemacht. Ganz schön stressig, wenn man bedenkt, dass so ein Glaswaschautomat nur 30 Sekunden zum Waschen braucht.
hadu/rough and rugged

30/08/2005
Liebes Tagebuch!
Was soll ich dir erzählen? Der Gürtel Nightwalk war wirklich eine großartige Sache. Im Gesicht die Scheinwerfer der lärmenden Autos auf der einen Seite, auf der anderen Seite die darüberhinwegrauschenden U Bahnzüge, vor dir, hinter dir und um dich herum Leute, die Musik hören wollen! Ruhe inmitten des täglichen, städtischen Lärms.
Was mich am meisten überraschte war diese angespannte Lauschatmosphäre! Freundliche Leute die begierig waren, was Neues zu hören. Ich hab unser Set wirklich genossen, auch wenn Jürgen und ich einige Soundprobleme hatten, die aber nicht wirklich tragisch waren.
Die Nacht wurde dann noch recht lang, wenn man bedenkt, dass sie für uns schon um 18 Uhr mit dem Soundcheck angefangen hat. Backstage wurde ausgiebigst mit Freunden und velojet getrunken und gechillt. Das Chelsea hat ja langjährige Erfahrung mit diversen Musikern und verhält sich absolut vorbildlich, was die flüssige Verpflegung der Band betrifft. Wären doch die anderen Veranstalter vom gleichen Schlag! Wie ich aus Insider Kreisen gehört hab, hat das Nachbarlokal am selben Abend die Getränke der Bands limitiert (auf eine Miniminizahl). Es spricht ja keiner von Sichniedersaufen, aber die Grundbedürfnisse eines Musikers sollten schon ordentlich gestillt sein, sonst gibts Ärger und eine schlechtere Leistung. Also wie gesagt, das Chelsea ist da ganz supa und ein echtes Vorbild. Und eine Kiste Bier oder Mineralwasser kostet ja nicht sooo viel, oder Mr.Loop??
Dann gings ins Cafe Concerto zu minze! Mittlerweilen bin ich auf Orangensaft umgestiegen. Es kommt dann wohl mit dem Alter, dass man weiss, wann man genug hat... Ich weiss nur, dass ich nie genug von solchen Abenden haben werde. Minze war dann auch ein würdiger Abschluss. Wie ich aus sicherer Quelle erfahren hab, hat das gemeinsame Abfeiern der Freunde von Groundlift mit den Minzeanern noch sehr lange gedauert. Da war ich schon längst im Reich der Träume...
hadu/rough and rugged

22/08/2005
Liebes Tagebuch!
Sie ist ziemlich fertig, die CD. Alle Spuren aufgenommen, nur einmal ist der Computer, den wir ja alle so lieben abgestürzt, alle Dateien waren gelöscht. Da macht es sich schon bezahlt, dass unser Freund und Aufnahmestudiofreak Martin Vetters ein kleines Backup vor dem Mittagessen gemacht hat. Eine Geigenspur war weg, da muss der Jürgen halt nochmals ran. Dafür tut er uns auch leid! Aber andererseits macht ihm das Geigenspielen ja eh Spaß!


Foto: hadu 2005

Die Atmosphäre in diesem wirklich speziellen Studio (strawberry records) wird durch Kaffeegeruch, Fast Food Bröseln mit Schokoladekeksresten, Kabelsalat und wunderschönen Mikrophonen geschaffen, und alles funktioniert so wunderbar. Der Martin hat immer ein '...ja, da war schon viel Gutes dabei...' auf den Lippen, sozusagen ein Motivationskünstler. So eine Atmosphäre fördert natürlich unsere Kreativität und ich komm zu dem Schluss, dass so ein Studio eigentlich ein schönes Wohnzimmer wäre. Ein Ort, in dem man sich es so wirklich gemütlich machen kann. Quasi Arbeitszimmer ist gleich Wohnzimmer, der Traum eines jeden Workoholics bzw. produzierenden Musikers.
Jetzt wird die CD noch gemischt und gemischt und dann wieder gemischt, bevor sie dann gemastert wird. So ein Mischprozess dauert länger als die eigentliche Aufnehmerei, alles braucht die richtige Klangfarbe und Präsenz. Und es gibt sooo viele Möglichkeiten! Auf alle Fälle ein tolle Sache und es macht Spaß, dem Martin Vetters bei seiner Arbeit über die Schultern zu schauen.


Foto: Martin Vetters 2005, Studiosession

Martin Vetters wird uns übrigens auf den Konzerten im November begleiten. Er hat einen wunderschönen Tourbus, in dem man ganz herrliche Familienausflüge machen kann. Beine hoch, Chips etc.
Naja, soviel dazu!
hadu / rough and rugged

10/08/2005
Liebes Tagebuch!
Wie nennen wir bloß unser neues Album! Diese Frage beschäftigt uns seit geraumer Zeit. Eigentlich ein gutes Zeichen, heisst das doch, dass unsere Studio Aufnahmeaktivitäten fortschreiten und gedeihen. Aber andererseits ist eine demokratische Diskussion bandintern doch etwas kompliziert. Soll es heissen wie ein Song? Ein bisschen einfallslos. Oder wie eine Textzeile? Kommt wohl auf die Textzeile an. Oder wie ein Song, der gar nicht drauf kommt? Etwas verwirrend. Die Diskussion über den Titel geht nahtlos über in ein Streitgespräch über das Design und Artwork des Booklets. Photos? Grafik? Pappendeckel oder doch Nullachtfünfzehn? Verdammt, früher hat es für ein Plattencover noch gereicht, die Bandmitglieder mit oder ohne Bart über einen Zebrastreifen gehn zu lassen und dabei abzulichten. Heute macht man sich mit sowas lächerlich. Die Kritiker sind beinhart. Die wollen ein Kunstwerk in einem Kunstwerk verpackt. Drum hab ich Kritiker so lieb. Sie motivieren zu Höchstleistungen. Bin gespannt auf das Resultat.
hadu/rough and rugged

17/07/2005
Liebes Tagebuch!
Bevor ich mich in meinen langersehnten (in Anbetracht der vielen wirklich schwer arbeitenden Menschen auf der Welt wahrscheinlich unverdienten) Urlaub haue, noch einen kleiner Eintrag in das rough and rugged Tagebuch. Wir werden ja auch so ab und an für kleine private Feiern gebucht. Das freut uns natürlich sehr, denn im Gegensatz zu U2 -Fan oder ähnlichem kann es sich ein rough and rugged Fan wahrscheinlich leisten, gleich die ganze Band in sein Wohnzimmer zu holen.
oder auf seine Party etc.
So geschehen vorige Woche, als ein Teil der Band nach Niederbayern ausrückte um sich den Freuden bayrischen Biobiers (sowas gibts!) und gegrillten Spanferkels (ob es bio war weiss ich nicht, es war auf jeden Fall exzellent und muss sehr glücklich gewesen sein!) hinzugeben.
Anlass der Party war eine Hochzeitszerimonie, bei der sich zwei Frauen das Ja - Wort gaben.
Es lebe die Liebe und das Leben!!! In jeder Form! Und wir waren dabei! Wirklich schöne Sache!

Ab morgen bin ich mit meinem alten Freund Gerhard auf den karnischen Alpen unterwegs. Dann ab auf die Gerbers Hütte in der Kreuzeckgruppe! Die HGH (Hugo Gerbers Hütte), wie sie ja liebevoll abgekürzt wird, ist eine Konstante in meinem Leben. Seit 16 Jahren zieht mich dieser einsame Ort jeden Sommer magisch an, ein Ort, wo man so manchen lieben, schrägen oder weniger schrägen Menschen kennenlernen kann, Freiheitsgefühl spürt und natürlich gutes Bier trinken kann (und auch immer wieder von den südindischen etc. Kochkünsten diverser Hüttenwirte überrascht wird). Auf der Gerbers Hütte ist Liedgut entstanden, das mir persönlich sehr am Herzen liegt (unter anderem 'the raven' und 'playground in the sky'. ebenso 'small') . Ob es an der alten Gitarre liegt, die dort im Eck beim Küchentisch lehnt, oder vielleicht daran, dass dort oben auf 2400 Metern die Einsamkeit und unermäßlich viel Zeit und vor allem fernsehlose Stille die Kreativität beflügeln, weiss ich nicht. Auf alle Fälle ein fruchtbarer Ort!
In diesem Sinne: bis bald!
hadu /rough and rugged

05/07/2005
Liebes Tagebuch!
Mein erster Eintrag! Hurra!! Die Welt hat es eh schon nicht ganz leicht. Und jetzt bleibt ihr nicht einmal ein rough and rugged - Tagebuch erspart. In der Regel wird eh viel zu viel geschrieben, und viel zu wenig gelesen. Aber frei nach dem Motto: jetzt ist es auch schon egal! Dieses Tagebuch wird die Welt auch noch verkraften. Hoffentlich!
Wenn es wahr ist, werden hier Einträge von Bandmitgliedern je nach Lust und Laune entstehen. Belangloses oder auch nicht, Hintergrundgeschichten von Gigs, Geschichten live aus der Musikszene und von am Hungertuch nagenden Musikern!
Trotzdem wollen wir nicht zwangsernährt werden! Nein, ganz sicher nicht! Denn wir lieben unsere Musik mit all ihren Folgen! Auch jene, die gut für Herz, Seele und Leber sind. Und natürlich lieben wir Euch! Denn rough and rugged gäbs nicht ohne Euch! Also seid Ihr an allem schuld! Ein schönes Gefühl...Wir machen einfach weiter so!
hadu / rough and rugged